{"id":2330,"date":"2026-03-01T10:00:37","date_gmt":"2026-03-01T09:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/freilab.de\/?p=2330"},"modified":"2026-04-26T16:35:43","modified_gmt":"2026-04-26T14:35:43","slug":"10-jahre-freilab-freiburg-e-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freilab.de\/?p=2330","title":{"rendered":"10 Jahre FREILab Freiburg e.V."},"content":{"rendered":"\n<p>Auch wenn das Jahr 2026 kein Schaltjahr ist: Am 29. Februar wurde der FREILab Freiburg e.V. offiziell zehn Jahre alt. Seit einer ganzen Dekade bietet der Verein seinen Mitgliedern einen gemeinsamen Treffpunkt um eigene Projekte umzusetzen und sich gemeinsam mit Gleichgesinnten \u00fcber die unterschiedlichsten Interessen auszutauschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Grund genug f\u00fcr einen Blick zur\u00fcck auf die vergangenen Jahre und wie aus einem kleinen Kreis von Menschen eine immer gr\u00f6\u00dfere Gemeinschaft wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Anf\u00e4nge<\/h2>\n\n\n\n<p>Der 29.02.2016 war ein ganz besonderer Montag: An diesem Tag traf sich eine kleine Gruppe von Idealisten um gemeinsam einen neuen Verein zu gr\u00fcnden. Die Idee: Gemeinsam Menschen den Zugang zu Werkzeug und Werkst\u00e4tten zu erm\u00f6glichen und ihnen damit die Welt des Handwerks und der Technik zu er\u00f6ffnen. Sei es f\u00fcr eigene kleine und auch gr\u00f6\u00dfere Projekte oder aus reiner Neugier rund um das Thema Technik, Selbermachen und kreatives Werken.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch von der formalen Gr\u00fcndung des Vereins, hin zu der offenen Werkstatt, wie wir sie heute kennen, war es ein langer Weg, der in seinen Anf\u00e4ngen noch von viel formaler Vorarbeit gepr\u00e4gt war. Es gab viele Besprechungstermine und zahlreiche Diskussionen \u00fcber Themenkomplexe wie Rechtsformen, die verschiedenen M\u00f6glichkeiten sich Unterst\u00fctzung durch Institutionen und Stiftungen zu holen, Haftungsfragen und nat\u00fcrlich auch die Namensgebung. Au\u00dferdem halfen Besuche anderer offener Werkst\u00e4tten, wie dem FabLab Karlsruhe e.V., von den Erfahrungen anderer Organisationen zu profitieren. Nach der Entscheidung, einen gemeinn\u00fctzigen Verein zu gr\u00fcnden, mussten eine rechtssichere Satzung und eine Gesch\u00e4ftsordnung erarbeitet werden und der Verein schlie\u00dflich auch ins Vereinsregister eingetragen werden; die ganz normalen Freuden der Deutschen B\u00fcrokratie. Doch die wichtigste Frage, die w\u00e4hrend des gesamten Prozesses immer im Raum stand war: Wo k\u00f6nnte eine zuk\u00fcnftige Heimat f\u00fcr ein FREILab sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Suche nach geeigneten R\u00e4umlichkeiten war daher ein stetiger Begleiter w\u00e4hrend der Gr\u00fcndungsphase und ein knappes Jahr sp\u00e4ter hatte der Verein dann auch eine dauerhafte Bleibe gefunden: Im Januar 2017 unterschrieb der damalige Vorstand den Mietvertrag f\u00fcr die Vereinsr\u00e4ume in der Ensisheimer Str. 4. Damit konnte eine kleine Werkstatt eingerichtet werden, die am 31. M\u00e4rz feierlich er\u00f6ffnet wurde. Nun hatte der Verein, der damals bereits auf fast 60 Mitglieder angewachsen war, einen Platz f\u00fcr eine eigene kleine Holz- und Metallwerkstatt sowie mit dem Hauptraum ein Sammelbecken f\u00fcr alle anderen Bereiche. Einfach ein Platz an dem jede*r an den eigenen Projekten werkeln und sich verwirklichen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den neuen R\u00e4umlichkeiten entstanden aber auch ganz neue M\u00f6glichkeiten. Beispielsweise wurde bereits kurz nach dem Einzug mithilfe von Geldern der anstiftung mit dem Bau unseres eigenen Lasercutters \u2013 basierend auf dem \u201eLaserSaur\u201c-Projekt \u2013 begonnen, der einen nicht gerade kleinen Teil der neuen R\u00e4umlichkeiten einnahm und bereits im darauffolgenden Jahr fertiggestellt wurde. Auch in den anderen Werkstattbereichen entstanden neue Ger\u00e4tschaften und Mobiliar: 2018 wurde die Holzwerkstatt um unseren noch heute vorhandenen Multifunktionstisch erweitert, w\u00e4hrend im Metallbereich der Bau einer CNC-Fr\u00e4se angegangen wurde. Und auch im Au\u00dfenbereich fanden mit der Terrasse sowie einem eigenen Schwei\u00dfbereich Erweiterungen statt. Das alles bereits mit 150 Mitgliedern, die flei\u00dfig Hand anlegten und all die Projekte \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich machten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Herausfordernde Zeiten<\/h2>\n\n\n\n<p>Als im Januar 2020 die ersten Berichte \u00fcber eine neue Viruserkrankung die Runde machten, konnte noch niemand ahnen, welche Herausforderungen in den darauffolgenden Monaten und Jahren f\u00fcr den Verein und die Gemeinschaft bevorstanden. Denn von den im Rahmen der Pandemie getroffenen Ma\u00dfnahmen und Lockdowns blieb nat\u00fcrlich auch das FREILab nicht verschont. Pl\u00f6tzlich konnte die Gemeinschaft ihre R\u00e4umlichkeiten nicht mehr zusammen, sondern nur noch einzeln nutzen, und selbst nach dem Ende der Lockdowns musste aus Infektionsschutzgr\u00fcnden die Zahl der Menschen in den R\u00e4umlichkeiten beschr\u00e4nkt werden. Aber trotz der Tatsache, dass viele die Werkst\u00e4tten und R\u00e4umlichkeiten in dieser Zeit nicht mehr nutzen k\u00f6nnten, hielten die Mitglieder dem Verein die Treue und zahlten weiter Mitgliedsbeitr\u00e4ge, mit denen die laufenden Kosten f\u00fcr den Erhalt der Vereinsr\u00e4ume gedeckt werden konnten. Etwas, das bei Weitem keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit war und andere Vereine in dieser Zeit vor existenzielle Schwierigkeiten stellte.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber diese einschneidende Zeit hatte auch positive Aspekte, denn aufgrund der bereits zuvor gestiegenen Mitgliederzahlen wurde langsam aber sicher der vorhandene Platz knapp, weshalb der Verein 2021 die M\u00f6glichkeit ergriff, die vorhanden Fl\u00e4che im gleichen Geb\u00e4ude nahezu verdoppeln zu k\u00f6nnen und den neu angemieteten Bereich f\u00fcr seine Zwecke auszubauen. In den kommenden sechs Monaten sollte auf diese Weise eine gr\u00f6\u00dfere Holzwerkstatt sowie ein neuer Metallbereich entstehen, die neben mehr Raum zum Arbeiten auch die Option f\u00fcr neue Maschinen bot, die in Zukunft angeschafft werden sollten. Eine Erweiterung, die im Juni 2022 dann auch mit einem eigenen Tag der offenen T\u00fcr gefeiert und der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Effekt der langsam abklingenden Pandemie: Nach der langen Phase der Abschottung ergriffen viele Menschen nun die M\u00f6glichkeit, sich nach neuen Bet\u00e4tigungsfeldern umzuschauen, was zu einem deutlichen Anstieg der Vereinsbeitritte f\u00fchrte. Im Oktober 2022 war der Verein bereits bei 200 Mitgliedern angekommen und mit der gestiegenen Bekanntheit sollte sich diese Zahl innerhalb von nur zwei Jahren nochmals verdoppeln. Unterdessen nahm auch das Vereinsleben wieder Fahrt auf und f\u00fchrte zu vielen neuen Projekten und Ideen, angefangen von der Upcycling-Initiativen f\u00fcr gebrauchte Solarmodule, von denen einige auch auf dem Dach der Werkstatt ihren Platz fanden, \u00fcber mehr \u00f6ffentlichkeitswirksame Auftritte bei Messen und Veranstaltungen bis hin zum Ausbau der M\u00f6glichkeiten, die die einzelnen Werkstattbereiche schon bisher boten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr Vereinsmitglieder bedeuteten aber auch einen immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Arbeits- und Organisationsaufwand. Gen\u00fcgten in den Anfangszeiten ein einfacher Slack-Chat und ein Mailverteiler um die meisten Vereinsangelegenheiten zu organisieren, stand bald die Suche nach einer neuen Kommunikationsplattform und die Erarbeitung eines neuen Einweisungskonzeptes auf dem Plan, mit dem die gro\u00dfe Nachfrage besser bew\u00e4ltigt werden sollte. Aber auch alte Ideen wurden nun wieder aufgegriffen und bekamen neuen Schwung: So gr\u00fcndete sich der Bildungsbereich im Fr\u00fchjahr 2025 neu und nahm damit seine Arbeit wieder auf; ein nicht unwichtiger Bestandteil des Vereinszwecks, der im Zuge der Pandemie zur\u00fcckgefahren werden musste. Dar\u00fcber hinaus wurden in Laufe der Jahre aber auch neue und bessere Maschinen und Werkzeuge angeschafft, sowie komplett neue Werkstattbereiche gegr\u00fcndet. Denn viele der neuen Mitglieder brachten neben ihrer Expertise vor allem auch viel Motivation und Freude an ihrem Hobby mit.<\/p>\n\n\n\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;69fb32e638c63&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"69fb32e638c63\" class=\"wp-block-image size-large wp-lightbox-container\"><img data-dominant-color=\"71807b\" data-has-transparency=\"false\" style=\"--dominant-color: #71807b;\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"611\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/freilab.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-1024x611.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-2332 not-transparent\" srcset=\"https:\/\/freilab.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-1024x611.avif 1024w, https:\/\/freilab.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-300x179.avif 300w, https:\/\/freilab.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-768x458.avif 768w, https:\/\/freilab.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-1536x917.avif 1536w, https:\/\/freilab.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-1000x597.avif 1000w, https:\/\/freilab.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-230x137.avif 230w, https:\/\/freilab.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-350x209.avif 350w, https:\/\/freilab.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-480x287.avif 480w, https:\/\/freilab.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image.avif 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\taria-label=\"Vergr\u00f6\u00dfern\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.imageButtonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.imageButtonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quo vadis, FREILab?<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach der ersten Dekade und einer Mitgliederzahl von mittlerweile 500 Menschen stellt sich f\u00fcr den Verein nun auch die Frage, wohin es in den kommenden Jahren gehen soll. St\u00e4rkeres Engagement in Bereichen wie dem Klimaschutz und Kooperationen mit anderen Vereinen und Organisationen sind bereits geplant, aber auch der steigende Platzbedarf wird durch die zus\u00e4tzlichen Angebote wie Workshops und Bildungsprojekte immer deutlicher. Alles Themen, die unter anderem im Rahmen eines Zukunftsworkshops zu Beginn des Jahres ausgelotet wurden, um damit die Grundlage f\u00fcr wichtige Entscheidungen zu legen, die in den kommenden Monaten und Jahren auf uns zukommen. Aber was sich bei all dem gezeigt hat: Das Wichtigste ist und bleibt weiterhin der Aspekt der Gemeinschaft und des Miteinanders in einer Gruppe von begeisterten Bastler*innen, T\u00fcftler*innen und Enthusiast*innen, die sich gern miteinander austauschen und gemeinsam arbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn das Jahr 2026 kein Schaltjahr ist: Am 29. Februar wurde der FREILab Freiburg e.V. offiziell zehn Jahre alt. 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