Jugendliche entdecken im FREILab die Welt des 3D-Drucks

Am vergangenen Donnerstag durfte der FREILab Freiburg e.V. eine Gruppe Jugendlicher des Jugendforum Herdern in seiner offenen Werkstatt begrüßen, die einen Workshop zum Thema 3D-Druck besuchten. Bei sommerlich heißen Temperaturen ging es um die verschiedenen Aspekte des FDM-Drucks: von ganz grundsätzlichen Fragen, zum Beispiel was 3D-Druck überhaupt genau ist, über verschiedene Fertigungstechniken bis hin zu den Unterschieden bei Filamenten und der Funktionsweise von Druckern.

Im Mittelpunkt des Workshops standen die ersten Schritte beim Thema CAD: In kleinen Gruppen machten sich die Teilnehmer*innen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren zunächst unter Anleitung mit den Grundlagen im Umgang mit einer CAD-Software vertraut, um im Anschluss dann selbst kleine Gegenstände zu designen. Was mit einem einfachen Würfel begann, wurde nach einer kurzen Mittagspause zu einem nützlichen Gegenstand: Die Teilnehmer*innen hatten die Aufgabe, für eine kleine Pflanze einen neuen Behälter zu entwerfen. Schnell erkannten die Jugendlichen, dass die schöne Form des Topfes nur ein Aspekt der Aufgabe ist; schließlich will ein solcher Behälter richtig ausgemessen und angepasst werden, von der Druckbarkeit ganz zu schweigen.

Damit aus den digitalen Konstruktionen auch etwas zum Anfassen wird, wurden die Entwürfe anschließend gedruckt. Die Wahl der passenden Filamentfarbe war dabei nur ein Teil des Prozesses – wenn auch natürlich ein wichtiger. Während die 3D-Drucker im Hintergrund die Gefäße Schicht für Schicht entstehen ließen, konnten sich die Teilnehmer*innen genauer mit deren Funktionsweise beschäftigen: An Modellen und echten Druckern wurden die unterschiedlichen Bauteile und Komponenten von FDM-Druckern erklärt und wie aus einem einfachen Strang Filament am Ende ein komplexes Bauteil entsteht.

Am Ende des Tages konnten die Jugendlichen Theorie und Praxis miteinander verbinden: Ausgehend von den Grundlagen des 3D-Drucks entwickelten sie eigene Ideen am Computer und druckten sie anschließend direkt aus. So entstand eine (wortwörtlich) bunte Mischung völlig unterschiedlicher Designs, die alle ihre Aufgabe erfüllten – und für viele Teilnehmer*innen das erste eigene Maker-Projekt waren.